Was macht eine Finanz-App wirklich privat?
'Wir nehmen Datenschutz ernst' ist keine Datenschutzerklärung. Echter Datenschutz ist Architektur — es ist, was die App nicht kann, nicht was sie verspricht nicht zu tun.
Konten, Transaktionen und Kategorien leben auf deinem Gerät — nicht auf Anbieter-Servern. Hat der Anbieter die Daten nicht, kann er sie weder verlieren noch verkaufen.
Kostenlose Apps müssen irgendwo Geld verdienen. Werbe- und Datenverkaufsmodelle sind strukturell unvereinbar mit finanziellem Datenschutz.
AISP-Verbindungen über lizenzierten Anbieter heißt: die App kann kein Geld bewegen. Weniger Berechtigungen, kleinere Angriffsfläche.
Teilen mit Partnern sollte über deine eigene iCloud gehen, nicht die Cloud des Anbieters, und du entscheidest wer teilnimmt.
Eine Datenschutzerklärung, die Subauftragsverarbeiter, Datentypen und Aufbewahrungsfristen nennt, ist ein gutes Zeichen. Vagheit ist ein schlechtes.
'Local-first' = gar keine Cloud? Es heißt: die Daten leben standardmäßig auf deinem Gerät. Optionale iCloud-Haushaltsteilung nutzt deinen eigenen Account.
Ist eine bezahlte App nicht einfach teurer? Es ist der Preis dafür, nicht das Produkt zu sein. Ein paar Euro monatlich sind billiger als Jahre der Profilbildung.
Wie prüfe ich das? Lies die Richtlinie im Detail: benannte Subauftragsverarbeiter, Datenorte, Aufbewahrungsfristen. Vagheit = rote Flagge.